Extreme Trockenheit - Trockenstress

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Wassermangel - Traubenwelke Grüner Veltliner. Foto: Karl Bauer, Krems

 

Trockenheit, Wasserüberschuss oder eine unregelmäßige Wasserversorgung können zu erheblichen quantitativen und qualitativen Schäden führen.

Die Blätter erschlaffen während des Tages (welke Blätter). Das Triebwachstum wird eingestellt. In der Traubenzone vergilben die Blätter vorzeitig. Die Beeren bleiben klein und werden nur notreif. Bei den Inhaltsstoffen entsteht ein starker Mangel an Extrakten und Aminosäuren.

Die Rebstöcke können plötzlich Absterben (Apoplexie). Eine große Blattfläche und hohe Einzelstockbelastung verstärken die Schäden bei Trockenstress.

trockenschadengvblattverf510px geschwächte Entwicklung durch Trockenheit bei `Riesling`

Foto: Karl Bauer, Krems

Trockenstress kann mehr oder weniger zur Ausbildung von Fehlaromen im Wein (untypische Alterungsnote) führen. Die Ausprägung ist jedoch jahrgangsspezifisch und hängt mit lang andauernden Trockenperioden in den Nachblütemonaten Juli, August und September zusammen. Auch eine sehr hohe Stockbelastung (Erträge über 10000 kg Trauben/ha) wirkt sich in diesem Zusammenhang negativ aus. Meist haben die Weine zu niedrige Säurewerte, Weißweine schmecken bitter, stumpf und kurz. Bei den Rebstöcken kommt es zu einer erheblich geminderten Reservestoffeinlagerung.

Maßnahmen wie z. B. starker Anschnitt, hoher Traubenbehang, fehlende Ausdünnung, zu hohe Verdunstungsfläche (ungenügende Laubarbeiten) sowie hohe Wasserkonkurrenz durch natürlichen Bewuchs bzw. Begrünungspflanzen verstärken den Stress.

Gegenmaßnahmen:

  • Bewässerung